Ghee

 

Ghee (sprich: Gi) ist eine grundlegend wichtige Zutat bei Homa-Feuern und wird bereits im Rig-Veda erwÀhnt, der Àltestes der Menschheit bekanntes Wissen enthÀlt.

Ausgangspunkt fĂŒr die Herstellung von Ghee ist Butter. Diese wird erhitzt, wobei das Wasser verdampft und sich Eiweiß und Milchzucker absetzen. Was ĂŒbrig bleibt, ist das reine Fett der Milch - das gewĂŒnschte Ghee.

In Deutschland ist Ghee unter den Namen „gereinigtes Butterfett“, „Butterschmalz“ oder „geklĂ€rte Butter“ bekannt. Weil das in KaufhĂ€usern erhĂ€ltliche Butterschmalz meist Farbstoffe oder andere ZusĂ€tze enthĂ€lt, hat sich bei uns zur Unterscheidung davon die englische Bezeichnung Ghee (von Hindi: Ghi) fĂŒr das reine Butterschmalz eingebĂŒrgert.

Im Ayurveda wird Ghee aufgrund seiner medizinischen Wirkung hoch geschĂ€tzt. Es wird innerlich verwendet, beispielsweise zum Kochen, um Speisen bekömmlicher und leichter verdaulich zu machen. Äußerlich wird Ghee bei Massagen und als Salbengrundlage benutzt. Es ist ein Balsam fĂŒr die Haut und lĂ€sst den Körper die Wirkstoffe medizinischer Substanzen z. B. von KrĂ€utern schneller aufnehmen.

 

Agnihotra Zutaten


Ghee ist auch Grundlage fĂŒr die ayurvedische Reinigungskur Panchakarma (sprich: Panschakarma). Hier ist es in der Lage, selbst jahrzehntealte fettlösliche Schlacken und Schwermetall-Ablagerungen aus dem Körper zu entfernen.

In den ayurvedischen Schriften wird eine feine Lebenskraft beschrieben, Ojas (sprich: Odschas) genannt, die eine Verbindung zwischen dem feinstofflichen und feststofflichen Körper herstellt. Je mehr Ojas vorhanden ist, desto mehr sind gute GefĂŒhle, Freude, GlĂŒck, eine gute Ausstrahlung und ein erweitertes Bewusstsein möglich. Von allen Lebensmitteln soll Ghee den höchsten Gehalt an Ojas haben.

Beim Verbrennen von Ghee werden die enthaltenen Wirkstoffe in die AtmosphĂ€re freigesetzt. Es entstehen feine DĂŒfte, welche geistige und seelische Spannungen lösen können. Die stark reinigende Eigenschaft von Ghee kommt ebenfalls zum Tragen.

Laut Veden ist die Verwendung von Ghee eine Grundvoraussetzung fĂŒr die DurchfĂŒhrung von Homa-Feuern und kann durch keine andere Substanz ersetzt werden.

 

Gheeglas

 

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Herstellung von Ghee

Verwenden Sie fĂŒr die vedische Feuertechnik nur Ghee (Butterschmalz, ausgelassene Butter), das keinerlei Haltbarkeits- und Farbstoffe enthĂ€lt. Sie können Ghee auch selbst herstellen:

Nehmen Sie Butter, die kein Salz und keine Konservierungsstoffe enthĂ€lt. Beim Erhitzen von Butter trennen sich Butterfett (Ghee), Eiweiß und Wasser.

Bei Verwendung von 4 StĂŒck Butter Ă  250g erhalten Sie ca. 800 ml Ghee. Die Butter in einem genĂŒgend hohen Topf erhitzen und unter stĂ€ndigem RĂŒhren zum Kochen bringen. Dabei schĂ€umt die Butter auf. Eiweißschaum an der OberflĂ€che mit einem Löffel abschöpfen.

Bei deutlich reduzierter Temperatur so lange weitersieden, bis sich die milchigen Eiweißflocken vom klaren Butterfett trennen und auf dem Topfboden absetzen. Das Wasser verdampft beim RĂŒhren. Um festzustellen, ob das Ghee rein, d.h. ohne Eiweißreste und Wasser, ist, kann man ein langes Streichholz (ZĂŒndkopf vorher entfernen) in das Ghee tauchen und anzĂŒnden. Brennt die Flamme ruhig, ohne zu zischen, ist das Ghee fertig.

Nun ein StĂŒck Leintuch mit einem Gummi um den Hals eines Einmachglases befestigen und das heiße Ghee durchlaufen lassen. Durch das Filtern der FlĂŒssigkeit werden noch verbleibende kleinere EiweißrĂŒckstĂ€nde vom Ghee getrennt. Zum Filtern eignet sich auch ein hitzebestĂ€ndiger Kaffeefilter mit Filterpapier. Das Ghee muss beim Filtern heiß sein; das Filterpapier wechseln, wenn kein Ghee mehr durchlĂ€uft.

In dicht verschlossenen GlĂ€sern ist Ghee jahrelang haltbar und benötigt keine KĂŒhlung.


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