Homa-Hof

 

„Es sollten PlĂ€tze mit landwirtschaftlichen FlĂ€chen entstehen, an denen regelmĂ€ĂŸig Homa-Feuer durchgefĂŒhrt werden, damit die heilende Wirkung von Agnihotra auf Mensch, Tier und Pflanze sichtbar wird.“

Es waren etwa diese Worte, die Shri Vasant Paranjpe, der Agnihotra weltweit verbreitete, 1988 sprach. Wir waren ca. 50 Interessierte, die sich bei Horst Heigl versammelt hatten, um seiner Rede zu lauschen. Ein Ort zum gemeinsamen Praktizieren der Homa-Feuer klang verlockend, aber Land bewirtschaften? Niemand von uns hatte Ahnung davon, geschweige denn, dass es bisher jemand interessiert hÀtte.

Horst begann die Idee sofort aufzugreifen und wir ließen uns schnell begeistern. Noch im selben Jahr wurde ein Hof mit 20 ha Land gefunden. Zur Organisation, Bewirtschaftung und Finanzierung grĂŒndeten wir einen Verein, der im Bereich Umweltschutz als gemeinnĂŒtzig anerkannt wurde und heute „Verein fĂŒr Homa-Therapie“ heißt; den Hof nannten wir „Homa-Hof“.

Im Wohnhaus war nur Platz fĂŒr 2 Familien, wir anderen fuhren in unserer Freizeit an den Hof, wann immer es uns möglich war. Die erste HĂŒrde war die Organisation der tĂ€glichen Yagnas: das erste begann um 5 Uhr morgens, das letzte um 21 Uhr.

 

 
Yagna
Moehrenernte

 

 


Ohne große Kenntnisse begannen wir einen Teil der Felder zu bewirtschaften (12 ha wurden verpachtet). Wie staunten wir ĂŒber die wunderbaren Ergebnisse! Damals stellte man sich unter „bio“ runzelige Äpfel mit einem Wurm in der Mitte vor, nicht handtellergroße, rotwangige FrĂŒchte mit glĂ€nzendem, festem Äußeren. Wir waren von der ĂŒppigen Ernte genauso erfreut wie die Kunden auf dem Wochenmarkt und konnten dort genĂŒgend Erlös erzielen, um langsam mit der Abzahlung des Hofes zu beginnen.

Die nĂ€chste große Herausforderung waren wir selbst. Es dauerte eine Weile, bis wir unsere Verschiedenartigkeit als Gewinn ansehen konnten. Maßgebend dafĂŒr war die große Hilfe von Horst, der mit seiner Frau Birgitt seit 1990 am Hof wohnt. Er hatte von Shree einst den Auftrag erhalten, Menschen im FĂŒnffachen Pfad zu schulen, und der Homa-Hof war wie geschaffen fĂŒr die praktische Umsetzung. Erst dadurch wurde deutlich, wie vielfĂ€ltig und hilfreich diese Richtlinien sind und dass sie tatsĂ€chlich fĂŒr ein Leben in Frieden, innerer Freiheit und großer FĂŒlle ausreichen.

Besonderen Wert legte Horst stets darauf, dass wir nichts fĂŒr selbstverstĂ€ndlich hielten, sondern uns immer wieder bei unserem Schöpfer bedankten und unser Bewusstsein auf ihn ausrichteten. Dies ist auch ein Grundgedanke bei den Yagnas, wir sollten ihn jedoch bei jeder TĂ€tigkeit umsetzen, sei es beim Pflanzen, JĂ€ten, Ernten oder bei Renovierungsarbeiten.

Zwischendurch trafen wir uns (und das tun wir auch heute noch) sehr gerne, um die Gemeinschaft zu pflegen, zusammen zu feiern, zu lachen, sinnvolle GesprĂ€che zu fĂŒhren, uns gegenseitig zu unterstĂŒtzen. NĂ€chstenliebe ist eine der höchsten Tugenden und Horst erstaunt uns noch heute, mit welcher Konsequenz und Feinheit er sie lebt und weitergibt.

Da viele von uns Ahnung von Meditation hatten, konnten wir leicht feststellen, wie sich die feinstoffliche Energie (Schwingung) immer mehr und in einem zusehends grĂ¶ĂŸeren Umkreis erhöhte. Der Homa-Hof wurde zu einem Kraftort, von dem diese Schwingung ausstrahlt.

  Mittwochstreffen

 

semniar

 

 

Schon bald wollten wir alle unsere vielen, wunderbaren Erfahrungen mit anderen teilen. So organisierten wir am Homa-Hof kostenlose VortrĂ€ge und Seminare, die immer beliebter wurden. Vor allem die „Homa-Landwirtschaft“ fand großen Anklang, denn bei den Pflanzen sind die Ergebnisse sehr schnell sichtbar und eine Einbildung ist nicht möglich. Sie sind sichtbare Beweise fĂŒr die Wirksamkeit der Homa-Feuer.

Auch wenn es noch andere Hilfen und Methoden gibt, wenden wir diese am Homa-Hof nicht an. Damit gewĂ€hrleisten wir, dass die Ergebnisse tatsĂ€chlich auf die Homa-Feuer zurĂŒckzufĂŒhren sind – dies ist wichtig, um eindeutige Aussagen machen zu können.

Es ist uns eine große Freude, zum Verbreiten der alten vedischen Weisheiten beitragen zu können. Durch die Yagnas wird ein harmonischer Kreislauf des Gebens und Empfangens geschaffen und sie helfen, die Natur und alles Leben wieder in einen Zustand der Harmonie zu bringen.

Viele der GrĂŒndungsmitglieder sind heute (nach 30 Jahren) noch dabei, die meisten davon konnten Shree, der Agnihotra fĂŒr die heutige Zeit wiederbelebt hat, persönlich begegnen. So haben wir unsere Kenntnisse aus erster Hand! Wir wissen, welch ein Segen die von ihm gegebenen Richtlinien sind, in ihrer Klarheit und UniversalitĂ€t – mit unvorstellbar großer Wirkung auf allen Ebenen. Wir sehen den FĂŒnffachen Pfad als verbindendes Glied zwischen Kulturen, Konfessionen und sozialen Schichten. Deshalb ist es uns auch wichtig, nichts hinzuzufĂŒgen, keine Bedingungen daran zu knĂŒpfen und ihn in seiner Einfachheit zu bewahren. Am Homa-Hof erleben wir, wie unterschiedliche Charaktere mit verschiedenen Anschauungen zusammen Großes vollbringen können, wenn sie ein gemeinsames Ziel haben: den Willen, selbstlos unserer Welt zu helfen, mit allem, was darauf lebt; zunĂ€chst in kleinem Rahmen, der sich jedoch wie ein angenehmer Duft zunehmend ausbreitet. So hat es Shree einst beschrieben.

  Brezelfruehstueck

 

 

Wir laden euch ein, uns zu besuchen, mitzumachen, zu helfen, zu lernen, selbst anzuwenden, weiterzugeben. Unter „Mitmachen“ haben wir verschiedene Möglichkeiten dazu aufgefĂŒhrt. Wenn ihr euch bei uns zu Hause fĂŒhlt, es euch dabei innerlich und Ă€ußerlich besser geht, ihr neue FĂ€higkeiten erlangt und diese euer Leben positiv verĂ€ndern, dann macht dies uns glĂŒcklich, zeigt es doch, dass sich unser Einsatz nicht nur fĂŒr die Umwelt, sondern auch fĂŒr unsere Mitmenschen lohnt. Herzlich willkommen.

 

In „Agnihotra Aktuell“ Nr. 3 und Nr. 7 erfahrt ihr mehr ĂŒber unsere Gemeinschaft und in den BĂŒchern „Der Schauspieler in Seinem Dienst“ sind HintergrĂŒnde zum Homa-Hof sowie die praktische Umsetzung des FĂŒnffachen Pfades nachzulesen.