Die Wiederbelebung der Veden und von Agnihotra

 

Vor Tausenden von Jahren wurden Feuerzeremonien (in Sanskrit Yagna oder Homa genannt) nahezu auf der gesamten Welt durchgeführt. Überlieferungen sowie Überreste von Feuertempeln zeugen davon, dass sie selbstverständlicher Teil spirituellen Lebens waren. Mit den Feuerzeremonien wurde u. a. die Achtung vor einer höheren Energie und Ordnung zum Ausdruck gebracht, in dem Wissen, dass diese für unser Wohlergehen maßgeblich sind.

Das Wissen um die Yagnas, aber auch viele weitere Hilfen und Gesetzmäßigkeiten wurden irgendwann aufgeschrieben – die Veden entstanden. Im Lauf der Zeit gerieten sie jedoch immer mehr in Vergessenheit.

Die Wiederbelebung der Veden war so außergewöhnlich, dass sie sich fast wie eine mythologische Erzählung liest:

Es war Anfang des vergangenen Jahrhunderts, als ein weiser Inder namens Bhao Saheb Shingavekar den Verfall des geistigen Lebens erkannte. Er wusste, dass die Abkehr von den ewigen geistigen Gesetzmäßigkeiten letztendlich zu katastrophalen äußeren Verhältnissen führen würde. Um eine Wendung herbeizuführen, bedurfte es seiner Meinung nach eines göttlichen Wesens, welches wiederum eine besonders reine Mutter benötigte. So begann er mit der intensiven Rezitation des Gayatri-Mantras, welches er über zwei Millionen Mal wiederholte. Da erschien ihm göttliches Licht in Form der hohen Wesenheit Gayatri und versprach, als seine Tochter geboren zu werden. Gayatri gilt auch als Mutter der Veden. Etwa ein Jahr später kam ein Mädchen zur Welt und erhielt wegen seiner goldenen Ausstrahlung den Namen Sonamata (Sona = Gold).

Im entsprechenden Alter wurde Sonamata mit Laxman Rajimwale vermählt. Beide widmeten ihr ganzes Leben geistigen Übungen und dem Dienst am Nächsten. Sonamata wurde in einer Vision mitgeteilt, dass sie dem „Licht des Universums“ das Leben schenken würde. Am 17.5.1918 kam ihr Sohn zur Welt und wurde „Gajanan“ genannt – später bekannt als Param Sadguru Shree Gajanan Maharaj (sprich: Schri Gadschanan Maharadsch, meist kurz Shree genannt).

 

 

Shree Agnihotrapot

Bereits im Alter von 7 Jahren begann Shree mit intensiven geistigen Disziplinen, welche er ein Leben lang beibehielt. 1944 erkannte er durch eine Vision, dass das Wissen um die ewigen geistigen Gesetzmäßigkeiten, wie sie in den Veden verankert sind, am Absterben war. Daraufhin leistete er den Eid

„Ich werde die Veden wiederbeleben.“

Nach seinem Eid offenbarten sich ihm 5 Richtlinien, welche die Quintessenz der Veden auf einfache, für jeden durchführbare Weise beinhalten. Später wurden sie als „Fünffacher Pfad“ bezeichnet. Eine dieser Richtlinien ist Yagna (Yajῆa). Es ist ein Oberbegriff für Feuerzeremonien, von denen Agnihotra die grundlegende ist.

Durch sein Hiersein und die geistigen Disziplinen schaffte Shree die notwendige Energie, damit sich dieses Wissen verbreiten konnte. Schon bald fanden sich Menschen ein, welche an die praktische Umsetzung herangingen. So kam 1954 Herr Mahanubhav Madhavji Potdar (1915 – 1974), der allgemein Potdarsaheb genannt wurde, zu Shree. Auf seine Anweisung führte am 22.2.1963 ein Priester mit Namen Shri Hiralal Sharma das erste Agnihotra in der Form durch, wie es heute weltweit bekannt ist.

Potdarsaheb begann mit der Verbreitung und veranlasste erste wissenschaftliche Forschungen zu Agnihotra mit spektakulären Ergebnissen. Es wurde der bakteriostatische Effekt festgestellt, die stressmindernde Wirkung gemessen, der positive Einfluss auf Landwirtschaft, Gesundheit, Psyche bestätigt u. v. m.

Die weltweite Verbreitung geschah ab 1972 durch Shri Vasant Paranjpe (1921 – 2008). Shree beauftragte ihn, seine Worte an alle Menschen der Welt weiterzugeben. Von da an reiste Shri Vasant bis fast an sein Lebensende auf alle Kontinente der Erde und erlebte dabei die stete Führung durch Shree.

Auf diese Weise wurde er 1974 auch nach Deutschland zu Horst Heigl geführt, der daraufhin sogleich zu Shree reiste. Einige Jahre später erhielt Horst von Shree den Auftrag, Menschen im Fünffachen Pfad zu schulen, was er zunächst privat, später am Homa-Hof Heiligenberg tat. So wurde der Homa-Hof zu einem Zentrum für die Verbreitung von Shrees Werk.

Weitere Informationen:

Das Leben und Wirken von Shree ist so außergewöhnlich und beachtenswert, dass wir dafür eine eigene Internetseite erstellt haben:
param-sadguru-shree-gajanan-maharaj.com

Über die Wirkstätten von Shree entstanden auch zwei Bildbände „Akkalkot“ und „Shivapuri“, welche sich ausführlich seinem Leben und Werk widmen.